Wie ich versuche die Deutsche Geschichte zu verstehen

Diese Woche stand komplett im Zeichen der Deutschen Geschichte. Ich versuche, dieses Thema gerade an meine Sprachkurs- Teilnehmer zu vermitteln. Das Kapitel, das diese Woche ansteht ist die Migration nach Deutschland.

Über die Zeit im Nationalsozialismus könnte man unendlich sprechen, gerade, wenn man die aktuelle Situation betrachtet und die Parallelen sind wirklich bedenklich. Auch interessant dazu ist der Film: „Er ist wieder da.“

Jetzt steht eben, die Migration an. Bis zum 1. Weltkrieg gab es eine große Bildungsmigration nach Deutschland, vor allem aus Griechenland.

Nach dem 1. Weltkrieg gab es sehr viele russische Emigranten in Berlin, wegen der Russischen Revolution und dem dort herrschenden Bürgerkrieg.

Der Nationalsozialismus löst die größte Migrationsbewegungen des 20 Jhd. aus. Insgesamt 12. Millionen Deutsche und ca. 10 – 12 Millionen Verfolgte mussten eine neue Heimat finden.

Ab 1950 nimmt die damalige DDR, vor allem Arbeitskräfte aus den sozialistischen Bruderstaaten auf, Vietnam, Mosambik, Polen. Gleichzeitig wandern 2,7 Millionen DDR-Bürger, zwischen 1949 – 1961, in den Westen ab.

Im Westen werden von 1955 – 1973 Anwerbeverträge mit Mittelmeerländern ( Italien, Spanien, Türkei, Portugal, Tunesien, Jugoslawien) geschlossen. Der Aufenthalt der Gastarbeiter war für 2 Jahre geplant.

Die Entwicklung der deutschen Asylpolitik in groben Zügen:

1973 – 1979

Zweite Phase: „Konsolidierung der Ausländerbeschäftigung“

Anwerbestopp, was Diskussion um Familiennachzug und Bleiberecht auslöste.

1979 – 1980

Dritte Phase: Integration im Mittelpunkt

Keine einheitlichen Integrationskonzepte. Erste Vorschläge, Einwanderung anzuerkennen. Forderung nach Kommunalwahlrecht für Gastarbeiter.

1981 – 1990

Vierte Phase: Wende in der Ausländerpolitik

Nach ersten Fortschritten, hinsichtlich Anerkennung von Einwanderung, Rückschritte durch Begrenzungsmaßnahmen und Anreizen zur Ausreise.

1991 – 1998

Fünfte Phase: Asylpolitik im Brennpunkt

Ab 1991 gab es ein neues Ausländerrecht, das Wolfgang Schäuble angestoßen hatte.

Dieses verschaffte Verbesserung des Aufenthalts von Ausländern, die schon lange in Deutschland lebten. Zur Einbürgerung trug es jedoch nicht bei. Die Einwanderung wurde praktisch akzeptiert. Eine wirkliche Integrationspolitik wurde jedoch nicht formuliert.

1998 – 2004

Sechste Phase: Das Ringen um ein Zuwanderungsgesetz

Einige Neuerungen des Gesetzes aus 2005

1. Reduzierung von 5 Aufenthaltstiteln auf 2 Aufenthaltstitel.

2. Ein neues Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurde geschaffen, das aus dem bisherigen Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge in Nürnberg hervorging. Die Behörde sollte die verstreuten Maßnahmen bündeln, Integrationskurse für Ausländer und Spätaussiedler entwickeln und durchführen, oder auch wissenschaftliche Forschungen über Migrationsfragen in Auftrag gegeben.

3. Hochqualifizierten kann jetzt eine Niederlassungserlaubnis gewährt werden.

4. Zum ersten Mal wird durch das Gesetz ein Integrationsanspruch für Neuzuwanderer eingeführt. Wer nicht an den Integrationskursen teilnimmt, muss mit aufenthaltsrechtlichen Sanktionen rechnen. So genannte „Bestandsausländer“ – solche also, die schon länger in Deutschland leben -, können zu Kursen verpflichtet werden, wenn sie das Arbeitslosengeld II beziehen, besonders integrationsbedürftig sind und Plätze zur Verfügung stehen.

Quelle: http://www.buergerimstaat.de/4_06/weg.htm

In 2014 gab es durch den sogenannten „Kretschmann- Deal“, weitreichende Änderungen im Asylrecht. Die Zustimmung zur Erklärung, die Westbalkanländer zu sicheren Herkunftsländern zu machen, wurde an die Änderung einiger Forderungen geknüpft.

Dazu gehören z. B. die Punkte:

– Residenzpflicht

– Arbeitsmarktzugang

– Bargeld an Stelle von Sachleistungen

http://m.dw.com/de/reform-des-asylrechts-verabschiedet/a-17927824

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