Wie nützlich ist der Mensch?

Da ich gerade dabei bin mein digitales Wissen rundum zu erweitern, habe ich einen Machine-Learning-Kurs auf Coursera belegt. Dort werden viele Hintergründe und auch viele Formeln und Prozesse erklärt, die es Systemen ermöglichen Wissen aufzubauen, Strukturen zu erkennen und diese zu perfektionieren.

Seit ich diesen Kurs belegt habe, bei dem ich zugegeben mit meiner doch eher humanistisch ausgerichteten Bildung, viel an mathematischen Verständnis erst einmal aufbauen muss. Fällt mir auch immer mehr auf, in wie vielen Bereichen dieses Thema inzwischen schon Alltag ist.

Heute Morgen zum Beispiel habe ich einen Artikel in „der Zeit” entdeckt, der diskutiert, ob es möglich ist Journalisten durch Roboter zu ersetzten. SoftBank, ein japanisches Unternehmen, verkauft seit Juni Pepper, den ersten Roboter für Zuhause, Preis ca. 1.500 Euro, plus Betriebskosten für die Cloud-Services und Versicherung.

Seit Tagen wird über den neuen Bilderkennungsalgorithmus von Google gesprochen. Mini hat eine Brille entwickelt, die den Fahrer, über „Seethrough” und Außenkameras am Fahrzeug, beim Navigieren unterstützt.

Richtig genutzt sind alle diese Techniken fabelhafte Erweiterungen unseres Alltags. Durch den Bilderkennungsalgorithmus scheint sogar ein Muster der Kreativität erklärbar zu werden. Wenn sogar Kreativität einem Muster folgt, wo ist dann Raum für Individualität ? Ich werde mir jetzt mal eine Formelsammlung schnappen und versuchen herauszufinden, wie sicher solche Algorithmen sind.

Eine viel zu kurze Woche und Sense8.

Schlechtes Wetter kann auch zu etwas gut sein – zum Entdecken von guten Serien, beispielsweise. Meine bisherigen Favoriten waren u.a.: Orphan Black, Hatufim und True Detective. Jetzt kommt eine neue dazu: Sense8.

Spannend ist vor allem das Konzept der unterschiedlichen Regisseure für die verschiedenen Drehorte und so unterschiedlich, wie Länder und Regie, sind auch die Charaktere der Story.

In der Kurzfassung: Eine Gruppe von Personen an unterschiedlichen Orten der Welt entwickelt plötzlich die Fähigkeit telepathisch miteinander zu kommunizieren. Natürlich kommt diese Fähigkeit auch gerade zur rechten Zeit, denn einige Mitglieder sind in Lebensgefahr und können ohne die Hilfe der anderen nicht gerettet werden.

Die 12-teilige Serie lebt nicht von komplexen Handlungssträngen und langatmigen Hintergrundinformationen, sondern von gewaltigen Bildern, Ihren Figuren, deren Entwicklung, deren Emotionen. Wer also schnelles Tempo, leichtfüßig skizzierte Charaktere und Science-Fiction mag, kann sehr viel Freude an den leider nur 12 Folgen haben.

Über Regen, Schläuche und wie ich versuche Japanisch zu sprechen

Flickr, Martin Fisch, Sundowner, (CC BY-SA 2.0

Flickr, Martin Fisch, Sundowner, CC BY-SA 2.0

Seit Tagen regnet es. Ich beschäftige mich mal wieder damit, zu lernen, wie man auf Japanisch Essen bestellt und mit dem Zug fährt. Damit das auch funktioniert höre ich mir einen Audiokurs an.

Dazu kommt, dass mein Hinterrad an meinem Fahrrad kaputt ist, eigentlich soll ich es heute abholen können. So ein Fahrradreifen ist ja anscheinend auch eine Wissenschaft für sich. In der ich zugegeben wenig bis gar keine Erfahrung habe. Mich interessiert eigentlich in dieser Sache nur, ob das Fahrrad fährt und die Reifen sollen nicht zu schmal sein, mehr muss ich dazu nicht wissen, dachte ich bis jetzt.

Mit dieser umfangreichen Vorbildung stand ich also im Fahrradladen und wollte meine Anliegen vortragen. Überrascht wurde ich dort mit unterschiedlichsten Reifenmodellen und anderen Dingen von denen ich  noch nie in meinem Leben gehört hatte. Es gab da auch irgendwas mit Felgenband. Kurzzeitig hatte ich mir in einem Anflug von Aktionismus ja gedacht: „Kann ja nicht so schwierig sein, ich repariere das selbst“. Nun, das hab‘ ich mir dann doch wieder anders überlegt und überlasse das den Menschen, die das können.

Während ich also auf die SMS meines Fahrradreparateurdienstleisters warte (Er hat noch 6 Stunden), bestelle ich ganz interkulturell Wasser und Tee: Mizu to o cha o kudasai!

Dinge, Dienste, Emotionen

Heute Morgen habe ich einen Artikel über das neue „Duschen„ entdeckt. Duschen soll jetzt irgendwie interaktiver werden, mehr Wellness, mehr Dampf, mehr Sound, mehr Licht.

Während ich gemütlich meinen Kaffee vor mich hin schlürfte, hab’ ich dann etwas weiter geklickt und bin auf einen Beitrag zum Thema „Horizontaldusche“ gestoßen, der über eine Installation des New Yorker Design-Kollektives DIS berichtete. Die Designer haben zusammen mit der Firma Dornbracht „The Island (KEN)“ entwickelt, die Arbeit ist auch gleichzeitig ein Beitrag des Künstlerkollektivs zur 2015 Triennial: „Surround Audience“ in New York, die sich mit den Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags, auf unsere Wahrnehmung und Lebensqualität beschäftigt.

Die Installation ist eine Dusche, die Küche und Bad mit einander vereint und somit die Grenzen zwischen sozialem Raum und privatem Raum auflöst. Ansehen kann man sich die Dusche im Video oben, ab Minute 3 : 30.

Die Ausstellung selbst wirft einige Fragen zum digitalen Zeitalter auf, wie z. B. „Wie verändert sich die eigene Wahrnehmung, wenn sich die Möglichkeiten, sich selbst zu sehen und gesehen zu werden, parallel zu unserem Selbstverständnis Kontrolle über unsere Selbstdarstellung und unsere Privatsphäre zu behalten, immer mehr erweitern ?

Wer mehr über die Ausstellung lesen möchte, hier lang: „Surround Audience

Ein App-Versuch

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Quelle: flickr, The Preiser Project, Man in the Moon, CC BY 2.0

Habe eine „Menstruations-App“ im App-Store gefunden und freue mich schon darauf die „Emoticons„ einzutragen. Es gibt da, die verschiedensten „Befindlichkeiten“ und eine sehr umfangreiche Liste zur Dokumentation meines Zykluses.

Interessiert, was die Medien zu diesem Thema wohl sagen, habe ich mich auch auf unterschiedlichen Seiten informiert, dort wird auch auf die Nachteile hingewiesen, wie etwa die Handhabung. Auf einigen Seiten werden „Menstruations-Apps“ sogar als gefährlich eingestuft. Da Frau sich nicht auf die Zyklusberechung verlassen kann und die App somit die herkömmlichen Empfängnisverhütungsmittel, wie Pille, Kondom und Kalender (!) nicht ersetzen könne … Ob Sie dazu jemals gedacht waren?

Hier ein sehr umfassender und informativer, allerdings schon etwas älterer Bericht … wie gesagt, ich bin gespannt.

Wie man sich von Wasserflecken verabschiedet

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Quelle: flickr, The Preiser Project, Mirrored, CC BY 2.0

Seit Längerem habe ich einen recht störenden Wasserfleck an der Wand. Schon ein paarmal hab ich versucht diesem Unhold endgültig den Gar auszumachen und bin gescheitert.

Deshalb – auf, in den Baumarkt und nach einer zementhaltigen Isoliergrundierung suchen, weil nämlich latexhaltige Grundierungen schlecht für das Mauerwerk sein sollen, habe ich gelesen. Zum Glück gab es dort auch ein passendes Produkt.

Zu Hause angekommen gleich die Duschwanne abgedeckt und losgelegt mit isoliergrundieren. Viel getropft, dabei die Nägel neu lackiert (isoliergrundierungsweiß) und auch im Gesicht ein wenig abbekommen. Aber immerhin – die Wand ist schneeweiß! Und bleibt es hoffentlich auch für die nächsten Jahrtausende! Zugegeben komme ich mir etwas herzlos vor, weil ich dem Vertrautem “Fleck” keine Träne nachweine – aber so ist das nun einmal.

Was ich mir so vom Sommer immer erwarte

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Quelle: flickr, Olli Henze, Sommer Sonne Sonnenblume 265/365, CC BY-ND 2.0

Es ist Ende Mitte April und ich will ja nicht zu weit in die Zukunft blicken, aber ich denke, man kann sagen — bald ist´s Sommer. Sommer ist meine absolute Lieblingsjahreszeit. Deshalb habe ich auch große Erwartungen an ihn, ein paar davon sind folgende:

1. Es darf nicht regnen — außer nachts vielleicht

2. Schöne Sandalen

3. Es muss eine neue Eissorte geben — und bitte nichts mit Basilikum

Ich hoffe, das klappt dieses Jahr endlich mal.