Ausflüge, Online-Studium und Supermenschen

 

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flickr, Dushan Hanuska, Train Station,  CC BY-SA 2.0

 

Ich bin mal wieder mit dem Zug gefahren. Es ging in die Rhön, dort gab es ein Familienfest.

Da ich dorthin gute sechs Stunden brauche (ja, ich fahre mit dem Regional Express) habe ich mir in Nürnberg die aktuelle Ausgabe der t3n besorgt. Der Themenschwerpunkt ist der Einfluss und das Potenzial von MOOCS und Online-Plattformen, wie Udacity, Lynda, Code Academy und Coursera.

Die 6 Artikel behandeln Fragen zu Qualität, Entwicklung, Anbietern, Kosten, Hintergründen und Visionen von Gründern wie Sebastian Thurn und Thomas Bachem. Es werden Vor- und Nachteile aufgeführt und besonders interessant, es wird die Auswirkung auf Recruiting-Prozesse und Arbeitgeber dargestellt. Alles in allem eine sehr umfassenden und aktuelle Darstellung des Bereiches.

Wieder in den eigenen vier Wänden angekommen habe ich mir dann gleich mal einen Account bei Code Academy erstellt und forste die Liste weiter durch. Zusätzlich kam mir noch dieses neue Angebot von Coursera unter die Augen Coursera for Refugees, dort werden jetzt Lernpakete für Flüchtlinge und für mit Flüchtlingen arbeitenden NGO’s angeboten.

Was mir immer sauer aufstößt ist, die Annahme, die auch all den oben genannten Artikeln zu Grunde liegt, das E-Learning und MOOCS nicht als vollwertige Maßnahme zur Weiterbildung anerkannt, sondern immer als „ergänzend“ zu sehen sind. Das finde ich nur teilweise richtig, denn wer einen freiwilligen MOOC abschließt hat meist eine höhere intrinsische Motivation, als jemand der durch ein öffentliches Schulsystem zur Abgabe von Semesterarbeiten und Tests gezwungen ist. Und nur intrinsische Motivation lässt uns Gelerntes auch behalten. Wissen das auf Prüfungen hin gelernt wird, wird automatisch nach Prüfungsabgabe, genau wie der Prüfungsbogen abgelegt und vergessen.

Zumindest ist das bei mir so…

Deshalb finde ich, das der Lerneffekt von MOOCS nicht unterschätzt werden darf. Wichtig sind Präsenzveranstaltungen an dem Punkt, wenn der Lerner in Interaktion treten will und muss, um Fehler zu korrigieren.

Ich finde die Vorstellung, dass jeder Student oder Lerner sich seinen ganz eigenen Kursplan erstellen kann und sich dabei lediglich an einem zu erreichenden Punktesystem orientieren muss, großartig … So könnten individuelle Begabungen und Interessen wesentlich besser gefördert werden.

Warum soll die Individualisierung und Personalisierung  (ein Beispiel zu personalisierten Lernangeboten durch WatsonIBM) von Angeboten, die im Marketing immer mehr zur Pflicht wird in der Bildung nicht auch Fuss fassen? Das verstehe ich noch nicht so ganz… Aber hoffentlich, bin ich damit ja nicht die Einzige.

 

 

 

 

 

Wie schon vorbei? Merry Christmas, to All of You!

2015 ist bald vorüber und wie dieser Tage Alle so, fasse ich für mich und für jeden Neugierigen zusammen, was mich 2015 begleitet, geführt, neugierig gemacht und begeistert hat.

 

  1. Coursera.org : Die Plattform hat mit ihren offenen Angeboten zu Digital Marketing, Python und Machine Learning viel meiner Zeit, meiner Nerven und meiner Neugier beansprucht und meine Gedanken zu Bildung, Lernen und Innovationen angeregt und unglaublich berreichert. Wer also eventuell über die Feiertage mal Lust hat, reinschauen!
  2. Roboter: Ken Goldberg zu entdecken und der Besuch der Ars Electronica waren ebenfalls eine große Bereicherung für mich, da die Entwicklung von Cloud-Robotern ebenso wie die Interaktivität in der Wissensvermittlung bereits auf alle Bereiche unseres Arbeitens, Lernens, Lehrens und Lebens eine großen Einfluß hat und weiter haben wird.
  3. Integration: Durch viel Interaktion mit Geflüchteten und Helfern, Ehrenamtlichen, Experten — kurz allen Personen die ich 2015 zu diesem Thema kennen lernen durfte, wurden mir viele Strukturen klarer, Dinge die getan werden sollten — und Dinge für die es sich lohnt zu versuchen mehr zu erreichen als den aktuellen Status Quo. Ich bin selbst sehr gespannt, was, wie und ob ich hier meine Ziele in den nächsten Monaten verwirklichen werde. Wer mehr wissen möchte, hier zwei Initiativen die (jede in Ihrem Bereich) bereits ganz großartige Arbeit leisten: http://www.aka-muenchen.de/ und https://kiron.university/ 
  4. Ein Mix: Der „Bugged in Mix“ war für mich 2015 so etwas wie eine Allround-Jacke; kühlend an warmen Tagen und wärmend bei kaltem Wind. Der mehr als zufällige Fund begleitet mich überall hin und ohne das sanfte Gesäusel hätte manchen Situationen wahrscheinlich, wirklich und tatsächlich etwas an Zauber gefehlt.
  5. und dessen Folgemixe: Damit ich nicht immer die gleiche Jacke trug habe ich mich dann im Musik-Universum weiter umgesehen und hier ein paar sehr sehr hübsche und entspannt wirkende Stücke gefunden, die einen Tag und Nacht recht gut kleiden. Einen AHA-Effekt hatte ich, vor allem deswegen, weil ich erst 2015 bemerkte, dass anscheinend vieles an Musik (das ich in den letzten Jahren interessant fand) auf einem Label ist … Nun gut, man kann ja nicht alles wissen … Ich will ja nur Musik hören …
  6. Ach ja, und fast vergessen: Card Boards, ich glaub dazu muß ich jetzt nichts groß erklären.

Merry Christmas and a Happy new Year !!