Wie ich versuche Schreiben lernen interessant zu machen

Ich habe mir eine neue Idee vorgenommen.

So sieht es bis jetzt aus:

Ich versuche damit das Alphabet “zum Anfassen“ zu gestalten. Bis jetzt klappt es. Ich bereite gerade die ersten 6 Buchstaben “A“, “M“, “L“, “E“, “S“, “R“ vor. Mit dem MakeyMakey verbunden Alubuchstaben können so berührt werden und bei jeder Berührung hört man auch den Laut als Audiodatei.

Morgen versuche ich mit den Audiodateien ganze Wörter.

Sehr gespannt bin ich, wie die Teilnehmer auf das Experiment reagieren werden. Am ersten Tag lernen sie die Worte, am zweiten Tag sollen sie die Audiodateien und die Alubuchstaben selbst verknüpfen.

In zwei Wochen kommt die erste Probe aufs Exempel.

Schönes Wochenende!

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Die Gelassenheit der offenen Fragen

Ich hatte gestern eine Fortbildung. Es ging um eine Prüferlizenz. Es wurde viel vermittelt, was es mir erleichtern soll, die sprachlichen Leistungen der Teilnehmer in Sprachprüfungen besser einzuschätzen.

Und ich muss sagen, es stellte sich heraus, dass das Deutsche Schulsystem nicht unbedingt dazu beiträgt später gute Bewertungen abzugeben. Irgendwie habe ich in meiner Schullaufbahn offensichtlich begonnen, davon auszugehen, dass ein Lösungsschlüssel irgendwie das einzig entscheidente ist. Was natürlich völliger Blödsinn ist. Wenn es offene Fragen gibt, dann gibt es auch offene, vielfältige Antworten, sollte man meinen.

Ich bin froh, dass diese neue Gelassenheit so klar in dem Seminar vermittelt wurde. Irgendwie sieht das gesamte Bewertungsszenario in diesem Licht, gleich viel unaufgeregter aus.

Und, ich sollte mir über die Möglichkeit von vielen richtigen Antworten, öfter bewußt werden auch im Alltag.

Schönes Wochenende!

Ein bisschen Grammatik am Sonntag

Ich bereite meine Woche vor und beschäftige mich mit dem Unterschied, von „im Norden“ und „nördlich von“.

Beide Begriffe werden alltäglich synonym verwendet und stellen doch für Lerner eine große Schwierigkeit dar. Warum? Weil sie zwar die gleiche Richtung anzeigen, aber eine andere Relation zur Umgebung.

Einfach gesagt: „Im Norden“ sind Orte, die innerhalb einer Umgebung/Landes liegen.

Beispiele

„Im Norden“:

Kiel liegt im Norden von Deutschland.

Garching liegt im Norden von München.

Beispiele mit „nördlich von“:

Dänemark liegt nördlich von Deutschland.

Kiel liegt nördlich von München.

Es gibt noch zwei weitere Anwendungen von „nördlich“ nämlich als Präposition:

Hamburg liegt nördlich Münchens. (Genitiv)

Oder als Adverb:

Hamburg liegt nördlich.

Und zum guten Schluss kann man „nördlich“ natürlich auch als Adjektiv verwenden. Nördlich, Nördlicher, am nördlichsten. Dann wird es auch dekliniert:

Der nördlichste Ort. Der nördliche Dialekt. Das nördliche Land. Die nördliche Küste. Den/dem nördlichen Ort. Der nördlichen Küste. Die nördlichen Länder. Ein/Kein nördliches Land, eine/keine nördliche Stadt.

Puhhh, geht natürlich auch mit „südlich“, „westlich“, „östlich“.

So, Sonntag ich komme! Tschau und viel Spaß beim ausprobieren.

Und was machen wir jetzt?

Olympiapark

Flickr, Shishito Totakura, Olympiapark, Munich https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

 

Wie ich versuche einen Integrationskurs zu geben, München gut aussehen zu lassen und dennoch nicht den Kopf zu verlieren.

Ich habe ein Meetup gegründet, um Menschen die Deutsch lernen wollen in München zu vernetzten. Es ist nicht so einfach, wie ich gerne hätte. Warum, ich das tue, weil ich in meinem Integrationskurs gemerkt habe, das all mein Enthusiasmus nicht viel bringt, wenn die Teilnehmer zu Hause oder in Ihrer Freizeit nie Deutsch sprechen müssen/können (das sind übrigens zwei Modalverben, der eigentliche Gegensatz von müssen ist wollen …. aber ich schweife ab).

Das Meetup findet ihr hier -> https://www.meetup.com/de-DE/Munchen-Sprechen-Sie-Deutsch-Meetup/events/234996968/

München ist eine Großstadt, aber es ist hier für viele Personen schwer sich zu Hause zu fühlen. Da München gerne unter sich bleibt. Das ist verständlich, aber nicht sinnvoll. Und allen vor an sehr schade, denn München kann da eigentlich gar nix für.

Deshalb habe ich beschlossen etwas zu tun, ohne viel Geld … Tja, schöne Idee aber so ganz gefruchtet hat das noch nicht. Gut, ich bin 34 Jahre alt habe also noch gut 30 Jahre Zeit mein Vorhaben umzusetzen – ich hoffe es klappt. Heute habe ich im Olympiapark damit begonnen.

Wer also in München lebt, Deutsch als Muttersprache hat und den Text hier liest und auch findet – ja ein bisschen offener könnt ich schon sein, so alles in allem. Auf und ab zum nächsten Meetup von „Sprechen Sie Deutsch?“. Ihr werdet dann das erste mal in Eurer eigenen Stadt das Gefühl haben ein Exot zu sein, ein wirklicher echter Deutscher, der Deutsch spricht und das auch teilen mag :D!

P.S: Bin schon ganz aufgeregt morgen gehe ich zum Jamie Lidell Konzert, Yeah!!!!

 

Von Trennbarem und Untrennbarem

Es ist Montag, ein normaler Montag nach der Zeitumstellung, nach Ostern, vor Pfingsten aber mit Sonne. Es wird Frühling.

Ich unterrichte seit einem Monat einen Deutsch-Kurs. Ich beschäftige mich mit Grammatik, Uhrzeiten, Aufenthaltsstatussen (tolles Wort, by the way), habe mir einen Drucker zugelegt und erstelle Arbeitsblätter und plane Tagesausflüge. Der letzte Ausflug ging in die Lernwerkstatt 36. 

Dort steht folgendes im Mittelpunkt:

lernwerkstatt36

Ein selbstgemachtes Schachspiel im Werkraum der Lernwerkstat Halle 36

Ich hoffe es gibt bald mehr solcher Innitativen. Wir werden sie brauchen.

Morgen werde ich die Verbkonjugation beginnen. Dazu muß ich noch ein Arbeitsblatt erstellen, das werde ich jetzt gleich hier tutory.de  tun. Dannach, also nächste Woche kommen dann die trennbaren und untrennbaren Verben dran.

Wollte nur sicher sein, dass sich keiner wundert, warum ich so wenig von  mir hören lasse.

Ach ja, dazwischen war ich noch hier -> Moderat