Wie ich an einem Tag rausfinde, was eine Polyline mit einem Social Hackathon zu tun hat.

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flickr, thierry ehrmann, cc by 2.0

Ich war bei einem Hackathon. Das erste Mal, es war spannend! Ich hatte zwar kaum Ahnung von den Sprachen, die dort verwendet wurden, aber ich bin ja neugierig.

Also, habe ich mir das kleine Linux-Netbook geschnappt, habe mich durch die Glatteis-Wüste-Münchens gekämpft und kam zu guter Letzt in einem sehr stilvoll eingerichteten Studio an. Das der Mantro GmbH gehört.

Erste Besonderheit, Plakate mit einer unglaublich präzisen Handschrift an der Wand, wer der BesitzerIn dieser ist, habe ich aber leider am Samstag nicht herausfinden können. So, genug zum Interior.

Als ich ankomme, sitzen die ersten schon an den Tischen und sehen sehr kompetent aus. Ich treffe eine gut gelaunte Organisatorin auf der Toilette und mache mir einen Kaffee. Die Spannung steigt. Was werden wohl die Projekte sein? Gibt es genug Steckdosen ? (mein Netbook hat keinen Akku und mag eigentlich kein WLAN). Ich suche mir einen Platz und richte mich ein. Es wird voller.

Ich hole mir noch einen Kaffee, lernen den Initiator des Events kennen und erfahre etwas mehr über das erste Projekt, Baobab Family e.V., das sich vorstellt und eine Aufgabe hat, die gelöst werden soll. Hört sich alles sehr sympathisch und notwendig an. Mal sehen, ob die andren auch so nett sind …

Die Vorstellungsrunde fängt an, Projekt sind Baobab, Münchner Machbarn und BreakOut. Es werden zwei Webseiten, mit Integration von bestehender Infrastruktur und Entwicklung von einigen zusätzlichen Tools in WordPress gebraucht. Und eine Google-API um Live-Daten anzuzeigen. Ich werde tollkühn und entscheide mich für die Google-API-Gruppe. Mal sehen, wie man das macht und ob ich irgendwas verstehe. Ich mein‘, wenn ich schonmal da bin …

Es geht los; Wir haben jetzt ca. 10:30 Uhr und haben bis 18:00 Uhr Zeit, dazwischen gibt es noch Mittagessen, das vor Ort gekocht wird. Ich höre die Aufgabe, lade die Dateien, versuche zu verstehen was da steht und wie ich die Dateien verknüpfe, dass sie mir eine Karte anzeigen. Ah, andre haben das schon geschafft, also war der Gedanke schon mal gut. Ich bin beruhigt, jetzt nur noch rausfinden warum ich nur Code sehe und warum mein Sitznachbar mit ca. 200 Anschlägen pro Minuten Dinge in seinen Editor hackt.

11:30 Uhr ich habe herausgefunden, was das Problem war — ich sage nur, es ist immer gut doppelt nachzusehen, wo welche Dateien liegen. Inzwischen sehe ich also eine Karte im Browser, mir wurde erklärt wie ich dort Positionen und getätigte Posts anzeigen lassen kann und ich bin begeistert über die Einfachheit von Javascript man muss nicht ständig darüber nachdenken ob man Dinge hier und dahin „nested“ und sich dann in einem endlos Loop befindet. Wobei ich fast glaube, dass das daran liegt, das die Jungs einfach, wissen, wie man effektiven kurzen Code schreibt. Ich möchte meine Verbindungslinien den Teams zuordnen und einfärben, aber erst Mittagessen.

13:30 Uhr das Mittagessen war super lecker, ich habe mich für das Chili entschieden und Bärlauchbrot. Bisschen herausfinden, was die andren Gruppen am Vormittag gemacht haben und ein wenig plaudern, schwupps schon ist die Mittagspause auch schon wieder vorbei. Es geht weiter. Ich lese mich in die Polyline Documenation ein und versuche herauszufinden, an welcher Stelle meines Codes ich die Ergänzung einbauen muss.

14:30 Uhr unser Team hat seine Aufgabe gelöst und ich habe meine farbigen Linien für drei Teams und Ihre Daten auf der Karte eingezeichnet. Die vier „Mentoren“ in meiner Gruppe haben ganze Arbeit geleistet … Ich bin geistig erschöpft.

15:30 Uhr ich sitze im Bus und bin auf dem Weg nachhause. Ich habe viel gelernt, neue Projekte kennengelernt und viel viel Input bekommen. Ich bin etwas müde, aber sehr zufrieden und werde mich auf jedenfall informieren, wann der nächste Hackathon stattfindet.

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