Von Trennbarem und Untrennbarem

Es ist Montag, ein normaler Montag nach der Zeitumstellung, nach Ostern, vor Pfingsten aber mit Sonne. Es wird Frühling.

Ich unterrichte seit einem Monat einen Deutsch-Kurs. Ich beschäftige mich mit Grammatik, Uhrzeiten, Aufenthaltsstatussen (tolles Wort, by the way), habe mir einen Drucker zugelegt und erstelle Arbeitsblätter und plane Tagesausflüge. Der letzte Ausflug ging in die Lernwerkstatt 36. 

Dort steht folgendes im Mittelpunkt:

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Ein selbstgemachtes Schachspiel im Werkraum der Lernwerkstat Halle 36

Ich hoffe es gibt bald mehr solcher Innitativen. Wir werden sie brauchen.

Morgen werde ich die Verbkonjugation beginnen. Dazu muß ich noch ein Arbeitsblatt erstellen, das werde ich jetzt gleich hier tutory.de  tun. Dannach, also nächste Woche kommen dann die trennbaren und untrennbaren Verben dran.

Wollte nur sicher sein, dass sich keiner wundert, warum ich so wenig von  mir hören lasse.

Ach ja, dazwischen war ich noch hier -> Moderat

 

 

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Wie ich an einem Tag rausfinde, was eine Polyline mit einem Social Hackathon zu tun hat.

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flickr, thierry ehrmann, cc by 2.0

Ich war bei einem Hackathon. Das erste Mal, es war spannend! Ich hatte zwar kaum Ahnung von den Sprachen, die dort verwendet wurden, aber ich bin ja neugierig.

Also, habe ich mir das kleine Linux-Netbook geschnappt, habe mich durch die Glatteis-Wüste-Münchens gekämpft und kam zu guter Letzt in einem sehr stilvoll eingerichteten Studio an. Das der Mantro GmbH gehört.

Erste Besonderheit, Plakate mit einer unglaublich präzisen Handschrift an der Wand, wer der BesitzerIn dieser ist, habe ich aber leider am Samstag nicht herausfinden können. So, genug zum Interior.

Als ich ankomme, sitzen die ersten schon an den Tischen und sehen sehr kompetent aus. Ich treffe eine gut gelaunte Organisatorin auf der Toilette und mache mir einen Kaffee. Die Spannung steigt. Was werden wohl die Projekte sein? Gibt es genug Steckdosen ? (mein Netbook hat keinen Akku und mag eigentlich kein WLAN). Ich suche mir einen Platz und richte mich ein. Es wird voller.

Ich hole mir noch einen Kaffee, lernen den Initiator des Events kennen und erfahre etwas mehr über das erste Projekt, Baobab Family e.V., das sich vorstellt und eine Aufgabe hat, die gelöst werden soll. Hört sich alles sehr sympathisch und notwendig an. Mal sehen, ob die andren auch so nett sind …

Die Vorstellungsrunde fängt an, Projekt sind Baobab, Münchner Machbarn und BreakOut. Es werden zwei Webseiten, mit Integration von bestehender Infrastruktur und Entwicklung von einigen zusätzlichen Tools in WordPress gebraucht. Und eine Google-API um Live-Daten anzuzeigen. Ich werde tollkühn und entscheide mich für die Google-API-Gruppe. Mal sehen, wie man das macht und ob ich irgendwas verstehe. Ich mein‘, wenn ich schonmal da bin …

Es geht los; Wir haben jetzt ca. 10:30 Uhr und haben bis 18:00 Uhr Zeit, dazwischen gibt es noch Mittagessen, das vor Ort gekocht wird. Ich höre die Aufgabe, lade die Dateien, versuche zu verstehen was da steht und wie ich die Dateien verknüpfe, dass sie mir eine Karte anzeigen. Ah, andre haben das schon geschafft, also war der Gedanke schon mal gut. Ich bin beruhigt, jetzt nur noch rausfinden warum ich nur Code sehe und warum mein Sitznachbar mit ca. 200 Anschlägen pro Minuten Dinge in seinen Editor hackt.

11:30 Uhr ich habe herausgefunden, was das Problem war — ich sage nur, es ist immer gut doppelt nachzusehen, wo welche Dateien liegen. Inzwischen sehe ich also eine Karte im Browser, mir wurde erklärt wie ich dort Positionen und getätigte Posts anzeigen lassen kann und ich bin begeistert über die Einfachheit von Javascript man muss nicht ständig darüber nachdenken ob man Dinge hier und dahin „nested“ und sich dann in einem endlos Loop befindet. Wobei ich fast glaube, dass das daran liegt, das die Jungs einfach, wissen, wie man effektiven kurzen Code schreibt. Ich möchte meine Verbindungslinien den Teams zuordnen und einfärben, aber erst Mittagessen.

13:30 Uhr das Mittagessen war super lecker, ich habe mich für das Chili entschieden und Bärlauchbrot. Bisschen herausfinden, was die andren Gruppen am Vormittag gemacht haben und ein wenig plaudern, schwupps schon ist die Mittagspause auch schon wieder vorbei. Es geht weiter. Ich lese mich in die Polyline Documenation ein und versuche herauszufinden, an welcher Stelle meines Codes ich die Ergänzung einbauen muss.

14:30 Uhr unser Team hat seine Aufgabe gelöst und ich habe meine farbigen Linien für drei Teams und Ihre Daten auf der Karte eingezeichnet. Die vier „Mentoren“ in meiner Gruppe haben ganze Arbeit geleistet … Ich bin geistig erschöpft.

15:30 Uhr ich sitze im Bus und bin auf dem Weg nachhause. Ich habe viel gelernt, neue Projekte kennengelernt und viel viel Input bekommen. Ich bin etwas müde, aber sehr zufrieden und werde mich auf jedenfall informieren, wann der nächste Hackathon stattfindet.

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via GIPHY

Artifical Trusting, Telegärten und Cloud Robots

Heute auf You-Tube in der AI-Abteilung gelandet. Gefunden ‚Science Round‘ mit zahlreiche Doku’s z. B. zu dem Thema: Artificial Intelligence, Cloud Robots, Trusting Technology. 

Besonders hat mich dieses bereits beendet Projekt fasziniert, dass 1995 eine Grundlage für das heutige Konzept der „Community-Based-Robots“  — sogennannte „Cloud Robots “ lieferte.

Das Prinzip des Telegartens war folgendes: User konnten über einen Roboterarm, der über eine Webseite gesteuert wurde, säen, gießen oder pflanzen. So, wurde der Garten von einer weltweiten Community versorgt. Die Installation kann man leider nicht mehr im Ars Electronica Center in Linz sehen.

„In linking their garden to the World Wide Web and creating an intuitive interface for the control of the arm and camera, the artists transformed what most would consider a fit of over-engineering into a subtle rumination on the nature of the Commons.“ — Peter Lunenfeld, Flash Art , XXIX, 187, March 1996.

Mehr zu dem Projekt kann man hier erfahren -> http://www.ieor.berkeley.edu/~goldberg/garden/Ars/

Durch das Open-Source-Prinzip kann der Robotor zudem sehr schnell schwierige und sogar feinmechanische Aufgaben lösen. In naher Zukunft sollen Operationen mit „Cloud Robotern“  stattfinden.

Natürlich, ist auch hier die Frage der Verantwortung und des Vertrauens nicht zu vergessen, doch auch hierzu gab‘ es in der Doku einen sehr interessanten Ansatz — wenn bei der Entwicklung der AI die Problemlösung, Menschlichkeit und Zieldefinition im Mittelpunkt stehen, sind Dystopien — wie, wir erschaffen eine neue Rasse, die unseren Hund zum Frühstück verspeist, schlicht unnötig.

Hier noch ein Beitrag von Ken Goldberg dem Co-Director des Projektes, zu der Frage: Was fasziniert uns an Robotern?

Dinge, Dienste, Emotionen

Heute Morgen habe ich einen Artikel über das neue „Duschen„ entdeckt. Duschen soll jetzt irgendwie interaktiver werden, mehr Wellness, mehr Dampf, mehr Sound, mehr Licht.

Während ich gemütlich meinen Kaffee vor mich hin schlürfte, hab’ ich dann etwas weiter geklickt und bin auf einen Beitrag zum Thema „Horizontaldusche“ gestoßen, der über eine Installation des New Yorker Design-Kollektives DIS berichtete. Die Designer haben zusammen mit der Firma Dornbracht „The Island (KEN)“ entwickelt, die Arbeit ist auch gleichzeitig ein Beitrag des Künstlerkollektivs zur 2015 Triennial: „Surround Audience“ in New York, die sich mit den Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags, auf unsere Wahrnehmung und Lebensqualität beschäftigt.

Die Installation ist eine Dusche, die Küche und Bad mit einander vereint und somit die Grenzen zwischen sozialem Raum und privatem Raum auflöst. Ansehen kann man sich die Dusche im Video oben, ab Minute 3 : 30.

Die Ausstellung selbst wirft einige Fragen zum digitalen Zeitalter auf, wie z. B. „Wie verändert sich die eigene Wahrnehmung, wenn sich die Möglichkeiten, sich selbst zu sehen und gesehen zu werden, parallel zu unserem Selbstverständnis Kontrolle über unsere Selbstdarstellung und unsere Privatsphäre zu behalten, immer mehr erweitern ?

Wer mehr über die Ausstellung lesen möchte, hier lang: „Surround Audience

Mensch braucht Geschichte und Geschichte braucht Mensch

Quelle: flickr, Hartwig, HKD, Heaven´s Taxi, CC By-ND-2.0

Quelle: flickr, Hartwig, HKD, Heaven´s Taxi, CC By-ND-2.0

Märchen und Superhelden spielen in aktuellen Medienformaten, immer wieder eine Rolle. Nur, warum eigentlich? Und wieso werden immer noch die alten Meister bemüht? Vielleicht deshalb – Mensch braucht Geschichte, positive Identifikation und Perspektive.

Egal, in welchem Alter und welchem Bildungsstand zugehörig, Menschen lieben Geschichten, die es Ihnen ermöglichen sich damit zu identifizieren, ja sich darin zeitweise zu verlieren, die Realität kurz beiseitezulegen, um dann zu ihr zurückkehren zu können.

Doch was fasziniert Menschen so an Geschichten? Welches tiefe Bedürfnis wird hier angesprochen? Ist es die Bildwelt, die Märchen und Mythen in uns aktivieren? Sind es die Erinnerungen, die wir damit verknüpfen, die uns ein Gefühl von Geborgenheit geben? Oder ist es die Hoffnung bei dem Antritt einer Fantasiereise, dass am Ende doch alles gut wird?

Geschichten und die darin auftretenden Helden und Antihelden helfen uns eventuell, das Leben mit Sinn zu füllen, Stärken und Schwächen besser zu interpretieren, Aufgaben und Ziele als Herausforderung und Weg, ja als Berufung zu sehen und uns damit den Alltag ein klein bisschen besser und ja – etwas farbenfroher zu gestalten. Wenn das so ist, sind wir Konsumenten – paradoxerweiser Konsumenten unserer eigenen Fantasie.

Wie man sich von Wasserflecken verabschiedet

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Quelle: flickr, The Preiser Project, Mirrored, CC BY 2.0

Seit Längerem habe ich einen recht störenden Wasserfleck an der Wand. Schon ein paarmal hab ich versucht diesem Unhold endgültig den Gar auszumachen und bin gescheitert.

Deshalb – auf, in den Baumarkt und nach einer zementhaltigen Isoliergrundierung suchen, weil nämlich latexhaltige Grundierungen schlecht für das Mauerwerk sein sollen, habe ich gelesen. Zum Glück gab es dort auch ein passendes Produkt.

Zu Hause angekommen gleich die Duschwanne abgedeckt und losgelegt mit isoliergrundieren. Viel getropft, dabei die Nägel neu lackiert (isoliergrundierungsweiß) und auch im Gesicht ein wenig abbekommen. Aber immerhin – die Wand ist schneeweiß! Und bleibt es hoffentlich auch für die nächsten Jahrtausende! Zugegeben komme ich mir etwas herzlos vor, weil ich dem Vertrautem “Fleck” keine Träne nachweine – aber so ist das nun einmal.