Die Gelassenheit der offenen Fragen

Ich hatte gestern eine Fortbildung. Es ging um eine Prüferlizenz. Es wurde viel vermittelt, was es mir erleichtern soll, die sprachlichen Leistungen der Teilnehmer in Sprachprüfungen besser einzuschätzen.

Und ich muss sagen, es stellte sich heraus, dass das Deutsche Schulsystem nicht unbedingt dazu beiträgt später gute Bewertungen abzugeben. Irgendwie habe ich in meiner Schullaufbahn offensichtlich begonnen, davon auszugehen, dass ein Lösungsschlüssel irgendwie das einzig entscheidente ist. Was natürlich völliger Blödsinn ist. Wenn es offene Fragen gibt, dann gibt es auch offene, vielfältige Antworten, sollte man meinen.

Ich bin froh, dass diese neue Gelassenheit so klar in dem Seminar vermittelt wurde. Irgendwie sieht das gesamte Bewertungsszenario in diesem Licht, gleich viel unaufgeregter aus.

Und, ich sollte mir über die Möglichkeit von vielen richtigen Antworten, öfter bewußt werden auch im Alltag.

Schönes Wochenende!

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Ein bisschen Grammatik am Sonntag

Ich bereite meine Woche vor und beschäftige mich mit dem Unterschied, von „im Norden“ und „nördlich von“.

Beide Begriffe werden alltäglich synonym verwendet und stellen doch für Lerner eine große Schwierigkeit dar. Warum? Weil sie zwar die gleiche Richtung anzeigen, aber eine andere Relation zur Umgebung.

Einfach gesagt: „Im Norden“ sind Orte, die innerhalb einer Umgebung/Landes liegen.

Beispiele

„Im Norden“:

Kiel liegt im Norden von Deutschland.

Garching liegt im Norden von München.

Beispiele mit „nördlich von“:

Dänemark liegt nördlich von Deutschland.

Kiel liegt nördlich von München.

Es gibt noch zwei weitere Anwendungen von „nördlich“ nämlich als Präposition:

Hamburg liegt nördlich Münchens. (Genitiv)

Oder als Adverb:

Hamburg liegt nördlich.

Und zum guten Schluss kann man „nördlich“ natürlich auch als Adjektiv verwenden. Nördlich, Nördlicher, am nördlichsten. Dann wird es auch dekliniert:

Der nördlichste Ort. Der nördliche Dialekt. Das nördliche Land. Die nördliche Küste. Den/dem nördlichen Ort. Der nördlichen Küste. Die nördlichen Länder. Ein/Kein nördliches Land, eine/keine nördliche Stadt.

Puhhh, geht natürlich auch mit „südlich“, „westlich“, „östlich“.

So, Sonntag ich komme! Tschau und viel Spaß beim ausprobieren.

Ob Andrew von Semalt schon mal in Linz war?

Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke Andrew will nur das Beste für mich, wöchentlich schickt er mir eine Mail in der er mich daran erinnert, dass ich noch ein Blog habe, um das ich mich kümmern muss. Er hat ja recht, vollkommen recht. Deshalb, danke Andrew von Semalt, du hast es geschafft.

Zum Glück habe ich auch ein paar spannende Sachen gefunde, denn ich war in Linz, es gab dort das Ars Electronica Festival. Und ich habe noch frei. Bis Montag.

Dort gab es viel zu sehen – zuviel für einen Tag, aber ich will versuchen die für mich interessantesten Eindrücke zusammenzutragen – für Andrew. Im Video oben noch eine Zusammenfassung von einem der Verantwortlichen der Ars Electronica.

Kreisel Elektroautos aus Österreich mit extrem leichten Batterien. So könnte Elektromobilität wirklich massentauglich werden. Gewicht Batterie 4,1 kg, Akkupacks zwischen 1 und 3 Kg. Hier eine Kooperation mit BMW.

g.tech (MindBeagle, Intendix, Brain Computer Interface System Research) Ich bin kein Ingenieur, daher will ich gar nicht erst versuchen die Technik zu erklären. Ich kann nur laienhaft zusammenfassen: die Technik misst Gehirnströme und wird auf jeden Patienten/Nutzer passend trainiert. Diese Trainingsdaten werden dann über MathLab ausgewertet und dem System als Basisdaten zugrundegelegt, damit das System die personaliserten Werte richtig deutet. Damit wird es möglich nur über Gehirnaktivität z. B. Tastaturen zu bedienen und so zu kommunizieren. Nun wurde eine Möglichkeit vorgestellt auch Avatare auf diese Art und Weise zu steuern. Diese Lösungen sollen zu nächsten Menschen mit Locked-in-Syndrom, minimalen Bewusstseinszustand oder auch nach einem Herzinfarkt neue Therapiemöglichkeiten eröffnen und Ihnen den Kontakt zur Umwelt erleichtern. Mehr Informationen dazu hier

-> http://www.gtec.at/Products/Complete-Solutions/g.BCIsys-Specs-Features

Refugee Phrasebook eine super Möglichkeit, um grundlegende Vokabeln in den wichtigsten Sprachen (Arabisch, Farsi, Dari, Tygrinia, viele slawische Sprachen, Kurdisch, Türkisch, Somali, u.v.m.) auf Englisch und Deutsch zugänglich zu machen. Kostenlos und man benötigt nur GoogleDocs und LibreOffice um ein eigenes personalisiertes Phrasebook zu erstellen.

Die Hauptaustellung im AEC „Radical Atoms“ zeigt unter anderem verschiedene Entwicklungen von Materialien und deren Verwendung z. B. Holz das durch neuartige Lackierungen verformt werden kann. Oder Bakterien die für die Verwendung in Kleidung konzipiert werden.

 

Mir selbst gefielen die „Music Bottles“ am besten, die gibts aber schon lange -> hier zum Video:

 

Also los Andrew von Semalt, wenn du noch nicht in Linz warst, dann solltest du dich umgehend auf den Weg machen!

Wie man auf hanebüchene Schuldzuweisungen reagieren sollte

Reaktionen die Begeistern:

Flamingos sterben aus – und Elon Musk’s Reaktion auf die Schuldzuweisung ist einfach, fantastisch:  http://fortune.com/2016/07/06/elon-musk-tesla-flamingos/.

Was mich sonst noch beschäftigt hat:

Künstliche Muskeln sollen Robotern helfen sich mehr wie Menschen zu bewegen http://www.n-tv.de/wissen/Kuenstlicher-Muskel-kann-sich-selbst-heilen-article17522631.html.

Eine 15 jährige verwirklicht Ihren Traum, trotz aller Handicaps Profi-Tennis zu spielen.

http://www.telegraph.co.uk/tennis/2016/07/05/francesca-jones—born-with-three-fingers-and-seven-toes-the-mos/

Alle warten auf das Finale Deutschland -Portugal.

Was ich diese Woche für mich entdeckt habe:

Und ja,  EM gucken.

 

 

 

 

Von Trennbarem und Untrennbarem

Es ist Montag, ein normaler Montag nach der Zeitumstellung, nach Ostern, vor Pfingsten aber mit Sonne. Es wird Frühling.

Ich unterrichte seit einem Monat einen Deutsch-Kurs. Ich beschäftige mich mit Grammatik, Uhrzeiten, Aufenthaltsstatussen (tolles Wort, by the way), habe mir einen Drucker zugelegt und erstelle Arbeitsblätter und plane Tagesausflüge. Der letzte Ausflug ging in die Lernwerkstatt 36. 

Dort steht folgendes im Mittelpunkt:

lernwerkstatt36

Ein selbstgemachtes Schachspiel im Werkraum der Lernwerkstat Halle 36

Ich hoffe es gibt bald mehr solcher Innitativen. Wir werden sie brauchen.

Morgen werde ich die Verbkonjugation beginnen. Dazu muß ich noch ein Arbeitsblatt erstellen, das werde ich jetzt gleich hier tutory.de  tun. Dannach, also nächste Woche kommen dann die trennbaren und untrennbaren Verben dran.

Wollte nur sicher sein, dass sich keiner wundert, warum ich so wenig von  mir hören lasse.

Ach ja, dazwischen war ich noch hier -> Moderat