2x Weltenwandler bitte!

Es war ein aufregendes Wochenende. Am Freitag habe ich mir spontan „Denk ich an Deutschland in der Nacht “ angesehen.

Noch mehr Videos dazu: http://www.critic.de/film/denk-ich-an-deutschland-in-der-nacht-10838/trailer/

Und zwar im „Neuen Maxim“, super gemütliches Kino und eine richtig gute Doku – bester Beitrag „Mann an Kabelsalat“ also auch StarDj’s haben Ihre Sorgen. Super lustige Beiträge und seeehr kurzweilig erzählt. Mit einem warmen Gefühl im Bauch nach Hause. Ich hatte am Samstag noch was vor.

Samstag dann, ach ja diese Woche war dok.fest in München, deshalb die Mottotage.

360° Pop-up-Kino in der Pinakothek. Toll, war die Doku zu den „Sea Gypsies“ Da konnte man mit Eingeborenen essen, Schiff fahren und wohnen. Hier das Programm: http://dnstdm.de/virtual-reality-pop-up-kino/

Und zu guter Letzt habe ich mir „Passengers“ im City Kino angesehen. Eine Doku über den Alltag eines Taxisfahrers, (Regisseur) und die Geschichten seiner Kunden. Zwei Geschichten waren besonders gut erstens ein Kleinwüchsiger der von seiner verzweifelten Suche nach einer Ehefrau sucht und ein Kinobesitzer, der um seinen Vater trauert, nach Deutschland auswandern möchte und sich sorgt was wohl die Deutschen denken, wenn sie diese Doku sehen.

 

Schöne Filme, viel Menschen, viele Kulturen und doch war eine Gemeinsamkeit über all diese ganz unterschiedlichen Kulturen und Umstände hinweg nicht zu übersehen, alle wünschen sich selbstbestimmt Leben zu können … Und doch war interessant zu sehen beim letzten Film, das den Fahrgästen immer am Ende die Frage gestellt wurde, ob die Personen gern mit jemand tauschen möchte -die meisten Fahrgäste schwiegen.

Möchte ich mit jemanden tauschen? Hell, Nie, Nie, Nie!

Mit wem würdet Ihr gern mal tauschen? Kommentiert!!

 

 

 

 

 

 

Darf Watson das?

 

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Flickr, Sounds Around, Stuart Bannocks, CC-BY 2.0

Ich bin nachdenklich. Warum? Weil ich diesen Artikel hier gefunden habe. Eine auf Watson von IBM basierende App mit Namen „Ziggy“ die alle Alter Egos von David Bowie an Hand von den Songtexten analysiert und dann eine Persönlichkeits-Analyse durchführt. Meine Nachdenklichkeit dreht sich um Folgendes: Ich bin großer Watson-Fan und ich mag David Bowie, ich liebe Illustrationen und bin fasziniert von der Genauigkeit der Natural-Language-Analysis, aber irgendwie gefällt mir die App nicht. Ich möchte meinen Helden nicht durch meinen Lieblingsalgorithmus entmystifiziert wissen!

Ist das dämlich? Ich weiß es nicht! David Bowie hätte das vielleicht sogar super gefunden, vielleicht – man weiß es nicht. Interessant, dass es mich mehr stört die Kunstfiguren eines Musikers analysiert zu wissen, als meine eigenen Email-Texte. Aber Kunst braucht Geheimnisse, Anonymität und Spekulation um zu wirken. Wo kommen wir denn da hin, wenn es die Frage: und was wollte der Künstler uns damit sagen? Einfach nicht mehr gibt, weil künstliche Intelligenz uns  erklären möchte, was der Künstler exakt damit gemeint hat. Ich will am besten immer gar nicht wissen, wie die Leute heißen die Kunst machen die mir gefällt, aber dann finde ich Ihre Sachen nicht mehr – wenn ich nicht weiß nach wem ich suchen muss. Ein Dilemma!

Ich sollte mich eventuell nicht so aufregen, schließlich sind Kunst und Technologie, Konzerne und Musik sind schon lange eng miteinander verwoben. Zudem bin ich in den letzten Wochen auf immer mehr Beispiele gestoßen die den Innovations-Charakter in Musik und Technologie zusammenführen. Ein weiteres interessantes Projekt ist DELQA von Matthew Dear (dazu später mehr). Was haben beide gemeinsam, was unterscheidet sie? Wo sind die Wurzeln und wie kann der „Underground“ plötzlich zu Testimonials für Global Player werden? Der Whistleblower zum Popstar und der DJ zum Marketing-Fachmann. Ich fange mal 1970 an, da ist viel passiert, das heute großen Einfluss auf Musik und Technologie hat.

 

Wenn ich hier mit Brain Eno und den Talking Heads schon zurück in die 1970’er gehe, darf natürlich dieser Herr auch nicht fehlen. Richard Branson er schuf aus einem Label Virgin eine komplette Marketing-Galaxy und ist mit seinem Unternehmen Virgin Galactic, aktuell genauso, wie Elon Musk (SpaceX) daran interessiert auch andere Welten für Tourismus und private Raumfahrt zu erschließen. Beide Firmen arbeiten aktuell an den schwierigsten Vorhaben, der Raumfahrt und SpaceX sichert aktuell die Versorgung der ISS.

Zurück zur Musik. Eine weiter Meldung die mir begegnet ist, ist dies Kooperation Jean-Michell-Jarre und Edward Snowden. Beide wollen, ein Bewußtsein schaffen für moderne Technologien und die damit einhergehende Verantwortung. Die Message haben sie in einen Techno-Track gepackt, der einen umgehend die Rolle eines CIA-Agent während einer Verfolgungsjagd, in einem etwas älteren Videospiel einnehmen lässt, untermalt mit der Stimme von Edward Snowden, verpackt:

Guardian-Video

Eine weitere Rollen spielen sicher Festivals, wie Burning Man und SXSW, die als Keimzellen von Innovation und neuen Geschäftsideen angesehen werden — nicht nur für die Musik-Industrie, und die so neu geschaffenen Möglichkeiten des branchenübergreifenden Netzwerkens in angenehmer Atmosphäre. Die Zielgruppe der Festivals sind — na, wer wohl? Die einkommensstarken Metal, Indie- und Electro-Pop liebenden Königsnerds aus aller Welt, für die auch die Leitmedien Deutschlands Ihre Musikkolumnen formulieren. Ein recht interessanter Artikel zu der Entwicklung der Festivals, (allerdings in USA) hier bei Quartz. Es wurden hier alle Line-Ups verglichen um aufzuzeigen, welche Künstler an wie vielen Festivals spielen. Ein Beispiel für sinnvolle Datenanalyse. Eigentlich sollten alle Artikel so respektvoll und auf die Essenz der Information ausgerichtet sein, wie diese Cover-Story von Pitchfork.

Ah, ich habe vorhin noch was von DELQA erzählt.

 

DELQA ist eine Installation, die es durch die Kintec-Technologie von Microsoft möglich macht Musik im Raum selbst zu gestalten. Bewegungen lösen Sound-Frequenzen aus und machen so den Besucher zum aktiven Gestalter der Musik, die er im Raum hört.

Ein interessantes Konzept, das auf seine Art dem Künstler wieder viel mehr Raum gibt als Person hinter seine Kunst zu treten. Mehr dazu könnt Ihr hier nachlesen: Artikel Pitchfork.

 

Vielleicht erstelle ich so ne Watson App für alle Rollen die Ryan Gosling mal gespielt hat. Bei Schauspielern finde ich das irgendwie besser. 

Überwintern im Internet

Flickr, Tambako The Jaguar, Walking against each other

Flickr, Tambako The Jaguar, Walking against each other, CC BY-ND 2.0

Ich merke es wird Winter, eine mir gar nicht so liebe Jahreszeit, denn ich mag keinen Schnee. Deshalb bereite ich mich schon seit Mitte September darauf vor, dass es bald schneien wird. Nicht mit Winterjacken und Stiefeln, Handschuhen oder Mützen — nein, ich versuche Dinge zu sammeln die meinen State of Mind, auch bei Minustemperaturen sonnig halten.

Bedeutet ich suche nach Musik, Filmen, Serien, Hörbüchern, Kolumnen, Stadtführern, You-Tube-Kanälen, kurz alles mit hohem Unterhaltungswert. Ich nenne das jetzt Wintervitamin U.

Gerne lasse ich auch andere die sich dafür interessieren an meinen Fundstücken teilhaben, deshalb eröffne ich jetzt — eine neue Kategorie „Überwintern im Internet”.

Meine erste Portion Vitamin U besteht aus:

  1. Lieblingslied der Woche: https://soundcloud.com/edbangerrecords/boston-bun-paris-groove-feat-mayer-hawthorne-1
  2. Lieblingsseite der Woche: http://startupjobtitlegenerator.com/
  3. Veranstaltung der Woche: http://spielart.org/

Wikipedia, Residue und Ohrwurm

Heute habe ich mich ausführlicher, als sonst um meine Musikauswahl gekümmert – zum Glück, denn sonst wäre mir dieses Juwel niemals aufgefallen, bitte sehr einmal alle mitsingen „ The Computer did “ 

Mit diesem neuen Ohrwurm ging das mit dem editieren, meines ersten Wikipedia-Eintrags, dann auch super.

Wer Residue – eine  sehr dystopische, aber auch sehr spannende Serie aus UK noch nicht kennt: hierlang -> https://de.wikipedia.org/wiki/Residue