Die Gelassenheit der offenen Fragen

Ich hatte gestern eine Fortbildung. Es ging um eine Prüferlizenz. Es wurde viel vermittelt, was es mir erleichtern soll, die sprachlichen Leistungen der Teilnehmer in Sprachprüfungen besser einzuschätzen.

Und ich muss sagen, es stellte sich heraus, dass das Deutsche Schulsystem nicht unbedingt dazu beiträgt später gute Bewertungen abzugeben. Irgendwie habe ich in meiner Schullaufbahn offensichtlich begonnen, davon auszugehen, dass ein Lösungsschlüssel irgendwie das einzig entscheidente ist. Was natürlich völliger Blödsinn ist. Wenn es offene Fragen gibt, dann gibt es auch offene, vielfältige Antworten, sollte man meinen.

Ich bin froh, dass diese neue Gelassenheit so klar in dem Seminar vermittelt wurde. Irgendwie sieht das gesamte Bewertungsszenario in diesem Licht, gleich viel unaufgeregter aus.

Und, ich sollte mir über die Möglichkeit von vielen richtigen Antworten, öfter bewußt werden auch im Alltag.

Schönes Wochenende!

Advertisements

Cooles Plätzchen gesucht?

Zu heiß? Keine Lust auf Schwimmbad?

https://youtu.be/ZQQ8-pwzJYU

Dann ist die Austellung „Magic City“ genau das Richtige! Die kleine Olympiahalle ist super temperiert und damit kann man sich nicht nur coole Bilder ansehen, sonder auch noch eine kurze Abkühlung von den hochsommerlichen Temperaturen genießen!

https://www.olympiapark.de/de/der-olympiapark/mediacenter/videoclips/magic-city-in-der-kleinen-olympiahalle/#v2484

Quietismus – der Wille zur Selbstberuhigung

WP_20160731_16_04_01_Pro

Bild aus der Austellung Doppelgaragen in der “ Pinakothek der Moderne“

Die letzten Wochen waren ereignisreich, deswegen suchte ich heute etwas Zerstreuung in der „Pinakothek der Moderne“. Gefunden habe ich die Austellung „Dopppelgaragen“ von Thomas Hirschhorn, die perfekte Austellung für meine Laune!

Was einen dort erwartet? Am Eingang prangt rechts der Satz „Philosphie ist frei und offen“. Man entdeckt zwischen Fliegenpilzen, Modelleisenbahnen und Aufklebern, Satzfragmente philosphischer Definitionen, z. B. von Nietzsche, Hegel und Heidegger. Ein Raum teils Hobbyraum, teils an die Wand geklebte philosphische Basisdefinitionen zu gundlegenden Befindlichkeiten wie Wut, Freude, Tanz, Schuld, Mitleid, Rache oder auch Quietismus.

Die Austellung entstand nach dem 11.09 2001 und das Durcheinander der „Doppelgarage“ spiegelt unsere aktuellen Nachrichten gut wider.

Die Fragen nach Schuld und Unschuld, Lösungen und Verantwortlichkeiten werden zwischen Paketklebeband und Gipsskulpturen im trotzigen Teenagerstil an die Wände geworfen und starren den gewillten Betrachter mit Fragezeichen-Pupillen ins Gesicht, als wollten sie sagen „Warum sind wir immernoch aktuell? Habt Ihr denn in den letzten 100 Jahren gar nichts gelernt?“.

Ist unser Problem wirklich, der Wille zur Selbstberuhigung, die Annahme, dass wir weder verantwortlich noch frei sind? Das wir uns Katastrophen anpassen und Sie nicht zu entschärfen suchen?

Ich hoffe nicht.